Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü

Sonnenschutz beim Hausbau richtig planen – Schritt für Schritt zum passenden Konzept

Beim Hausbau müssen Sie unendlich viele Entscheidungen treffen, Optionen abwägen und Gegebenheiten berücksichtigen und all das schon in der frühen Hausplanung und nicht erst kurz vor dem Einzug. Den Sonnenschutz beim Hausbau richtig zu planen bedarf eines Konzeptes, das Fensterflächen, Himmelsrichtung und Haustechnik berücksichtigt. So erhalten Sie optimalen Komfort, eine leichtere Integration von Systemen und vermeiden teure Nachrüstungen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, in welcher Phase des Hausbaus Sie welche Entscheidung hinsichtlich des Sonnenschutzes beim Hausbau treffen sollten.


Schritt 1 – Ihr Grundstück & erste Hausplanung. Anforderungen und Wohnsituation analysieren 

Sobald die erste Hausplanung abgeschlossen ist, analysieren Sie Ihre Wohnsituation und Ihre Anforderungen an die einzelnen Wohnräume. Welche Räume bekommen besonders viel Sonneneinstrahlung ab? Wie wird welcher Raum genutzt? Schlafzimmer sollten in der Regel vollständig verdunkelbar sein, während in Wohnzimmern Privatsphäre und Blendschutz wichtiger sein können. Darüber hinaus sollten Sie auch berücksichtigen, wie viel Privatsphäre Sie wünschen zu haben und ob Sie auch von Anfang an Smart Home in Ihrem Zuhause verbauen wollen. 

Himmelsrichtung und Sonnenverlauf berücksichtigen 

Betrachten Sie bei der Planung von Sonnenschutz beim Hausbau unbedingt, in welche Himmelsrichtungen Ihre Räume ausgerichtet sind und wann zu welcher Tageszeit die Sonnenstrahlen einfallen. Beispielsweise ist bei Westfenstern zu beachten, dass hier die Nachmittagssonne tief einstrahlt und besonders große Glasflächen sollten besonders beachtet werden. 

 Fensterflächen von Anfang an mitdenken 

Je nachdem, wie groß Ihre Fensterflächen werden, sollten Sie mitbedenken, dass diese nicht nur viel Tageslicht reinlassen, sondern auch solare Wärmeenergie anziehen. Deswegen sollten Sie Glasflächen, Sonnenschutz und Hitzeschutz gemeinsam planen und früh mitbedenken. Und auch für Dachfenster oder Fenster in Räumen mit hohen Wänden sollten Sie bedenken, dass Sie den Sonnenschutz so planen, dass dieser leicht bedienbar ist. 

Schritt 2 – Auswahl & Planung. 

Den passenden Sonnenschutz auswählen Sobald Sie die Anforderungen an den Sonnenschutz gesammelt haben und sich bewusst sind, was Sie brauchen und möchten, können Sie unterschiedliche Sonnenschutzsysteme gegenüberstellen und abwägen, welche für Sie in Frage kommen. 

Außenliegender Sonnenschutz 

Beim außenliegenden Sonnenschutz haben Sie die Wahl zwischen Rollläden, Raffstores und Markisen. Außenliegende Systeme sind besonders effektiv gegen Überhitzung im Sommer, da die Sonneneinstrahlung bereits vor der Glasscheibe abgefangen wird und nicht den Innenraum erreicht. Jedes System bietet hier unterschiedliche Vor- und Nachteile. Markisen eignen sich optimal für Terrassen und Balkone, während Raffstore eine tolle Lichtsteuerung zulassen und Rollläden sorgen für zusätzliche Sicherheit. 

Innenliegender Sonnenschutz 

Innenliegender Sonnenschutz wie Plissees, Rollos oder Jalousien eignet sich ideal für Sichtschutz, Blendschutz und eine ansprechende Raumgestaltung. Im Vergleich mit außenliegendem Sonnenschutz bieten diese Lösungen keine wirkungsvolle Lösung für Hitzeschutz, sondern können hierzu lediglich ergänzend genutzt werden. 

Die Lösung – Kombination verschiedener Systeme 

Nicht jeder Raum und jedes Fenster benötigen dieselbe Lösung, da Himmelsrichtung, Nutzung und Anforderungen auf die Auswahl des richtigen Sonnenschutzes Einfluss haben. Ein Beispiel: Rollläden im Schlafzimmer sorgen für eine komplette Abdunkelung, Raffstore im Wohnzimmer für eine einfache Lichtsteuerung und eine Markise auf der Terrasse für Kühlung im Sommer. Hier schlagen also Funktion und Raumplanung das „ein System für alles“-Prinzip. 

Schritt 3 – Sonnenschutz gemeinsam mit den Fenstern planen 

Im Idealfall sollten Sie Fenster und Sonnenschutz beim Hausbau zeitgleich planen und technisch aufeinander abstimmen. Dann können Sie Abmessungen, Öffnungsarten, Motorisierung und elektrische Anschlüsse direkt berücksichtigen, um später eine saubere Arbeit zu haben. Bei besonders großen Fensterflächen sollten Sie außerdem frühzeitig prüfen, welche Sonnenschutzsysteme geeignet sind. 

Welche Fenster eignen sich für welchen Sonnenschutz? 

Stellen Sie sicher, dass Sie prüfen, ob auch der gewählte Sonnenschutz auch zu dem jeweiligen Fenster passt. Eventuell brauchen Sie beispielsweise für bodentiefe Fenster andere Lösungen als für normale. Auch Dachfenster bedürfen einer gesonderten Planung. 

Auf Befestigung und Platzbedarf achten 

Achten Sie außerdem beim Hausbau darauf, genug Platz einzuplanen, den Sie später für Führungsschienen, Kästen oder Blenden brauchen können. Auch die Position von Fenstergriffen und Öffnungsbügeln sollten Sie beachten, da hier im Nachhinein Montageprobleme entstehen können. 

Schritt 4 – Sonnenschutzkästen und bauliche Integration festlegen 

Bei der Planung von Sonnenschutz während des Hausbaus sollten Sie einige bauliche Integrationen direkt mit einplanen. Viele Dinge lassen sich im Vorhinein leichter bereitstellen als im Nachhinein teuer zu korrigieren. Hierzu gehören beispielsweise Vorbereitungen für die unterschiedlichen Einbausysteme, sowie Wärmebrücken und Dämmung, sowie auch die Fassadengestaltung. 

Aufsatz-, Vorbau- oder Unterputzsystem? 

Beim Einbau von außenliegendem Sonnenschutz gibt es unterschiedliche Optionen, die Auswirkungen auf die Gestaltung Ihres Hauses haben. Aufsatzsysteme werden beispielsweise direkt am Fenster montiert. Der Vorteil hierbei ist, dass Fenster und Sonnenschutz ein optisch aufeinander abgestimmtes System bilden. Bei Unterputzsystemen, wird der Sonnenschutz in die Fassade integriert und ist so fast unsichtbar, was es zu einer sehr ästhetischen Lösung für Neubauten macht. Abschließend gibt es noch Vorbausysteme, wo der Sonnenschutz vor dem Fenster bzw. vor der Fassade von außen angebracht wird. Diese Systeme eignen sich für die Nachrüstung, allerdings ist der Kasten von außen gut sichtbar. 

Wärmebrücken und Dämmung berücksichtigen 

Die Anschlüsse zwischen Sonnenschutz, Fenster und dem Mauerwerk müssen je nach Einbauart fachgerecht geplant werden. Eine schlechte Planung hierbei kann große Auswirkungen auf die Energieeffizienz des Gebäudes haben und sich langfristig bemerkbar machen. 

Fassadengestaltung mitdenken 

Je nachdem, welche Art des Einbaus Sie für Ihren Sonnenschutz wählen, sollten Sie entsprechend auch Ihre Fassadengestaltung darauf auslegen. Kästen und Führungsschienen beeinflussen in der Farbe die Optik Ihres Hauses und sollten deswegen mit bedacht werden. Stellen Sie sicher, dass die Farben und Materialien der Fassade, des Sonnenschutzes und des Fensters aufeinander abgestimmt sind und ein balanciertes Gesamtbild ergeben. 

Schritt 5 – Elektrischen Sonnenschutz und Stromanschlüsse planen 

Als Nächstes sollten Sie bei der Planung Ihres Sonnenschutzes planen, welche Stromanschlüsse Sie für Ihren Sonnenschutz brauchen. Besonders wichtig sind hierbei die Position der Anschlüsse, die Kabelwege und Optionen für die Steuerung. Hier müssen Sie sich entscheiden, ob Sie den Sonnenschutz manuell oder elektrisch bedienen möchten. Elektrische Systeme sind hierbei besonders komfortabel, besonders bei hohen Decken oder schwer erreichbaren Fenstern. Hier sollten Sie auch schon darüber nachdenken, ob Sie ein Smart-Home-System für Ihr Haus anbinden möchten. 

Schritt 6 – Smart Home und automatische Beschattung einplanen 

Smart-Home-Systeme bieten besonders im Sonnenschutz viele tolle Funktionen. Sie können beispielsweise eine Zeitsteuerung einstellen, mit Helligkeitssensoren oder Thermometern arbeiten oder auch mit Wind- und Regensensoren. Die Möglichkeiten, Ihren Sonnenschutz zu optimieren, sind hier sehr groß, dazu sollten Sie aber auch frühzeitig klären, welches System, welche Komponenten und Sensoren Sie hierzu brauchen. 

Smart-Home-Planung, Systeme & IT-Sicherheit 

Wenn Sie Smart-Home-Systeme verwenden wollen, wird dieses System Teil der gesamten digitalen Infrastruktur Ihres Hauses und entsprechend sollten Sie von Tag 1 an die IT-Sicherheit berücksichtigen. Das bedeutet, ein 2. WLAN für genau solche Produkte einzuplanen und auch weitere Schritte zur digitalen Sicherheit einzuleiten. Hierzu gehört auch das regelmäßige Updaten von Ihren Anwendungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. 

Fazit – Sonnenschutz gehört von Anfang an zur Hausplanung 

Besonders wichtig: Die Planung von Sonnenschutz beim Hausbau ist umso besser, je früher sie stattfindet. Optimaler Sonnenschutz ist keine nachträgliche Ausstattung, sondern sollte fester Bestandteil von Anfang an sein. Je früher Himmelsrichtung, Fenstergröße, Fassade, Elektroinstallation und Smart-Home berücksichtigt werden, desto besser entsteht ein zusammenhängendes System. So ein System und entsprechende Planung bieten viele Vorteile, besonders beim sommerlichen Hitzeschutz, bei der automatischen Anpassung an das Wetter und bei der Vermeidung unnötiger Zusatzkosten.

Loading...
Dateien werden hochgeladen, bitte warten...